Zum Tod meiner Mutter

Als der Film beginnt, ist schon alles vorbei. „Wir wissen, dass es zu Ende geht; mehr nicht“, sagt Juliane über ihre leidende Mutter Kerstin, die schwer erkrankt ist und mit nur 64 Jahren sterben wird. Der junge Arzt, den Juliane konsultiert, ist zwar persönlich der Meinung, jeder habe das Recht, über den eigenen Tod zu bestimmen, weist sie aber darauf hin, dass Sterbehilfe in Deutschland immer noch verboten ist, zumal in dem katholischen Pflegeheim, in dem Kerstin untergebracht ist. Freunde und Angehörige kommen, um sich von ihrer Mutter zu verabschieden; emotionsgeladene Erinnerungen und Vorgefühle der Trauer mischen sich. Juliane kämpft gegen die Zeit – eine unerbittliche, apathische und monochrome Zeit –, hervorragend gespiegelt durch die Erschütterungen in den weiten Handkameraaufnahmen. Jessica Krummacher verarbeitet in ihrem zweiten Spielfilm ein persönliches Erlebnis und erzählt lebendig und ergreifend vom Verlust eines Elternteils. Ohne Gewalt und Düsterkeit schildert die Regisseurin das wichtigste Ereignis im Leben anhand von winzigen Details: gesprochene Worte, Texte und liebevolle Gesten, die unter die Haut gehen und im Gedächtnis bleiben."

Mehr anzeigen
AB 12 JAHREN / 135 MINUTEN / OmU
Deutschland 2022

Onlinetickets

Sonntag
26. Juni