Der Staat gegen Fritz Bauer
In Kooperation mit dem Landesarchiv Berlin und der Stiftung Ernst-Reuter-Archiv Was bleibt? Vier Filme über den NationalsozialismusDeutschland 1957: Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer erhält Hinweise auf den Aufenthaltsort des ehemaligen SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann in Buenos Aires. Bauer, selbst Jude und nach dem Krieg aus dem dänischen Exil zurückgekehrt, setzt alles daran, die Täter des NS-Regimes vor Gericht zu bringen. Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann geht er den Hinweisen nach, stößt jedoch auf Widerstände innerhalb der bundesdeutschen Justiz und Verwaltung. Lars Kraumes Film erzählt von Bauers Kampf um die strafrechtliche Verfolgung der NS-Verbrechen und vom schwierigen Umgang der jungen Bundesrepublik mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit.
Gäste: Dr. Claudia Fröhlich (Leiterin des Lern- und Erinnerungsortes Martin-Niemöller-Haus Berlin- Dahlem) und Adam Kerpel-Fronius (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas), Einführung und Moderation: Antje Bernhardt (bernhardt-bildung)
18. November 2026 – 27. Januar 2027 Hackesche Höfe Kino
Vier Filme · Moderation · Filmgespräche
Wie erinnern wir an den Nationalsozialismus, seine Verbrechen und ihre Folgen? Was wird sichtbar, was verdrängt – und welche Fragen stellen sich bis heute?
Die vierteilige Filmreihe bringt unterschiedliche Perspektiven auf nationalsozialistische Herrschaft, Verfolgung und Erinnerung zusammen. Die Wannseekonferenz beleuchtet die bürokratische Organisation des Massenmordes, The Zone of Interest den Alltag im unmittelbaren Umfeld von Auschwitz. Der Staat gegen Fritz Bauer erzählt von den schwierigen Anfängen der juristischen Aufarbeitung in der Bundesrepublik, während Gerdas Schweigen nach den Spuren von Verfolgung und Überleben in der Erinnerung fragt.
Vier Filme, vier Zugänge zu einer Geschichte, deren Nachwirkungen bis in die Gegenwart reichen. Die Filmreihe lädt dazu ein, genauer hinzusehen, Fragen zu stellen und darüber ins Gespräch zu kommen, wie Film unsere Bilder von Geschichte prägt – und was Erinnerung heute bedeutet.
Alle Vorstellungen werden von der Journalistin Antje Bernhardt (bernhardt-bildung) eingeführt und moderiert. Im Anschluss an jede Vorführung findet ein Filmgespräch mit verschiedenen Expert*innen statt.
Regie: Lars Kraume
Darsteller: Burghart Klaußner, Michael Schenk, Ronald Zehrfeld, Cornelia Gröschel


