Spur der Steine
35mm-Kinospecial: Der Osten leuchtet! Meisterwerke des DEFA-KinosMit dem wohl berühmtesten „Verbotsfilm“ der DDR-Filmgeschichte beschließen wir im Dezember unsere große Retrospektive zum DEFA-Kino. Mehr als 20 Filme wurden nach dem „Kahlschlag-Plenum“ des Zentralkomitees der SED aufgrund von „antisozialistischen Tendenzen“ aus den Kinos genommen – darunter auch Frank Beyers erst im Oktober 1989 wieder aufgeführter Arbeiterfilm „Spur der Steine“. Manfred Krug brilliert darin als aufmüpfiger Brigadier Hannes Balla, dessen rebellischer Geist auf der Großbaustelle Schkona immer wieder zu Konflikten mit der Obrigkeit führt. Als unkontrollierbares Kraftzentrum pulsiert Krug im Herzen eines Films, der sich voller Wut und Subversion – und doch auch mit Witz und der Nonchalance eines ostdeutschen Cowboyfilms – gegen Bürokratie und Autoritäten auflehnt. Seine Energie ist bis heute ungebrochen.
Regie: Frank Beyer
Darsteller: Manfred Krug, Krystyna Stypulkowska, Jutta Hoffmann
Deutschland 1966


