Anita: Tänze des Lasters

35mm-Kinospecial: Ein Abend für Rosa von Praunheim

„Wer A sagt, muss auch RSCH sagen!“ Eine alte Frau zieht sich auf dem Ku‘damm aus und wird in die Psychiatrie eingewiesen, wo sie sich als Anita Berber ausgibt. Diese wurde als Nackttänzerin berühmt – und war eine der schillerndsten Frauen im Berlin der 1920er-Jahre. Anita Berber nahm Drogen, war bisexuell und starb 1928 mit nur 29 Jahren. Der extreme gesellschaftliche Wandel von der sittsamen Kaiserzeit zur Auflösung materieller und moralischer Werte nach Ende des Ersten Weltkriegs machte Anita zum Symbol der verrückten Zwanziger. Ihre Devise war: Mit ihrem Partner Sebastian Droste tanzte sie die Tänze des Lasters, des Grauens und der Ekstase. Mit seinem Film „Anita: Tänze des Lasters“ setzt Rosa von Praunheim ihr ein Denkmal, das so eigenwillig daherkommt wie Anita Berber selbst es war – und das mit der queeren Ikone Lotti Huber eine kongeniale Besetzung für seine exzentrische Protagonistin findet.


Regie: Rosa von Praunheim

Darsteller: Lotti Huber, Ina Blum, Mikael Honnesseau


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AB 16 JAHREN / 89 MINUTEN / deutsch
Bundesrepublik Deutschland 1987
Filmplakat des Films Anita: Tänze des Lasters
35mm-Kinospecial: Ein Abend für Rosa von Praunheim