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Zwei neue Spielfilme möchten wir euch in dieser Woche vorstellen und natürlich wärmstens empfehlen. Den Rahmen beider Geschichten bildet jeweils eine extreme gesellschaftliche Umbruchsituation.

In Adam und Evelyn beschreiben Jakobine Motz und Andreas Goldstein eine Beziehungsgeschichte während der Endphase der DDR. 


Der französische Film von Marine Francen mit dem etwas sperrigen deutschen Titel Das Mädchen, das lesen konnte spielt in Zeit nach dem Sturz der zweiten Republik im Jahr 1851.

UNSERE NEUSTARTS DER WOCHE

ADAM UND EVELYN

Wegen einer Beziehungskrise reisen ADAM UND EVELYN Richtung Ungarn. Niemand ahnt, dass sich während der Reise quasi nebenbei die DDR abschafft oder abgeschafft wird. Das alles läuft eher nebenbei im Radio ab. Es geht tatsächlich um die Auseinandersetzungen zwischen Adam und Evelyn, das ist den Filmemachern wichtig. Und so schafft es dieser angenehm leise erzählte Film, Privates mit Politischem zu verbinden. Was haben das nahende Ende der DDR und Adam und Evelyns Beziehungskrise vielleicht gemeinsam? Erzählt wird mehr die Atmosphäre, im Vordergrund stehen persönliche Geschichte und Erfahrungen statt der historischen Sensation. Der gleichnamige Roman von Ingo Schulze lebt von und mit seinen intensiven Dialogen. Dem Film gelingt es, diese Sprache in Bilder zu übersetzen und damit eine Wirkung zu erzielen, die in vielen bisherigen Filmen zum Thema nicht erreicht wurde.

DAS MÄDCHEN, DAS LESEN KONNTE

Leider traut sich der deutsche Filmverleiher nicht, den Originaltitel LE SEMEUR (DER SÄMAN) zu verwenden, obwohl dieser doch sehr genau beschreibt, worum es geht: Nachdem alle Männer von Soldaten aus ihrem abgelegenen Dorf in den Cevennen verschleppt wurden, beschließen die Frauen, dass der erste Mann, der im Dorf auftaucht, für alle da sein soll. Zum Glück ist es eine Frau, die das Drehbuch und die Regie verantwortet, womit die in dieser Geschichte lauernden Fettnäpfe und Klischees mit dem nötigen Feingefühl umschifft werden. Mit den ausgesprochen präzisen und sinnlichen Beobachtungen der alltäglichen Feldarbeit gelingt es Marine Francen, eine eindringliche Geschichte über Schönheit, Gefangenschaft und weibliche Sehnsucht zu erzählen.

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Wir freuen uns mit euch auf das Kinojahr 2019!

euer hackesche höfe kino

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