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Wie sehen eigentlich Frühlingsfilme aus?

Immer wieder faszinierend, wie schnell auf einmal alles grün ist! Radikale Wandlungen prägen auch unseren aktuellen Spielplan. Geschichten über Menschen, die mit existenziellen Veränderungsprozessen konfrontiert werden, bilden die Klammer um unsere vier Neustarts in dieser Woche. Im Regiedebüt ATLAS bricht der Panzer eines schweigenden Mannes. In der Doku AUCH LEBEN IST EINE KUNST geht es um Beutekunst und Entschädigung. Um Menschlichkeit im Arbeitskampf ringt die Doku STREIK und der junge Paul lernt, bei sich selbst Kind zu sein. 

Atlas

Weil er in einem Titanenkampf auf der Seite der Verlierer stand, wird Atlas damit bestraft, das Himmelsgewölbe zu tragen. So jedenfalls erzählt es die griechische Mythologie. In dem sehr sehenswerten Spielfilmdebüt von David Nawrath sind es zwar nur Möbel, die Walter als Packer bei einer Umzugsfirma schleppen muss, aber auch ihm geht es wie Atlas: Es gilt eine Schuld abzutragen. Dann trifft er zufällig seinen Sohn und alles wird anders. Die völlig unvorhersehbaren Entwicklungen wirken so, als wäre alles ein Stück Realität. Und dabei entwickelt die Geschichte auch noch emotionalen Tiefgang. Am Ende wird der Panzer des Möbelpackers mürbe, absolut glaubwürdig durch die herausragende schauspielerische Leistung von Rainer Bock als Walter (Atlas).

Atlas (deutsch mit englischen UT)

Auch Leben ist Kunst – Der Fall Max Emden

Der deutsch-jüdische Kaufmann und Kunstsammler Max Emden (1874-1940) hat viel getan für die Kunst und auch für die Stadt Hamburg. Nachdem er sich, in der Schweiz lebend, dem persönlichen Zugriff der Nazis entziehen konnte, musste er mit ansehen, wie sein Vermögen in Deutschland von den Nazis beschlagnahmt wurde. Dem Film gelingt es mit dem Einsatz sorgfältig recherchierten Archivmaterials, die damaligen Ereignisse und das Leben des Kunstmäzens aus der Vergessenheit zu holen. Am Ende geht es, wie so oft, um den Kampf für Entschädigungen und die Starrheit unserer Behörden.

Auch Leben ist eine Kunst – Der Fall Max Emden (deutsch)

Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein

André Heller verkauft sein Buch gleichen Titels als autobiografisch. Nun ja, man arbeitet halt an seiner Legende. Warum auch nicht, wenn man ein so begnadeter Geschichtenerzähler ist. Es geht um Paul, einen eigensinnigen und frühreifen Knaben, der sich in ständiger Auseinandersetzung mit der strengen Erziehung des Vaters und den Regeln des katholischen Internats befindet. Daraus ergibt sich reichlich Stoff für die Entwicklung einer bizarren, nie langweilig werdenden Komödie, manchmal auch Satire, Drama oder was die Fantasie sonst noch so hergibt. Herausragend an Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein ist die Leistung des Hauptdarstellers Valentin Haag.

Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein (deutsch mit englischen UT)

Streik

Ist das nun ein Dokumentarfilm oder ein Spielfilm? Ganz selbstverständlich werden Nachrichtenbilder mit einer lebendigen Spielfilmkamera verknüpft und es entsteht so etwas wie ein Agitationsfilm. Stéphane Brizé (Der Wert des Menschen, 2015) ergreift klar Partei der Streikenden. Es ist ein kämpferischer Film entstanden, der ein System der Gier anklagt und den Kampf dagegen begleitet ohne ihn als unfehlbar darzustellen. Brizé lässt Brüche zu und öffnet die Handlung für Auseinandersetzungen mit Widersprüchen und Fehlern im politischen Diskurs. Gerade das macht den Film so wertvoll und sehenswert.

En Guerre (Im Krieg) ist der Originaltitel dieses französischen Leinwandereignisses. KRIEG ist ja ein viel größerer Begriff als STREIK. Es ist schon nachvollziehbar warum Stéphane Brizé seinen Film IM KRIEG nennt. Der deutsche Verleih macht den Film durch den Titel STREIK deutlich kleiner, weil es tatsächlich um mehr als nur Streik geht. Warum macht das der Verleih? Es gibt den Glauben in der Kinobranche, dass Titel wie KRIEG abschreckend wirken. Tatsächlich laufen Filme, in denen es um Themen wie Krieg, Hunger, Tod usw. geht, aktuell nicht so gut im Kino. Umso eindringlicher möchten wir den Film STREIK empfehlen. Einfach, weil er so gut ist. Und im Biergarten können wir noch den ganzen Sommer über sitzen…

Streik (französisch OmU)

Übrigens:

Tagesaktuelle Informationen zu unserem Programm und allen Sonderveranstaltungen findet ihr auch unter www.hoefekino.de sowie auf unseren Kanälen bei Facebook und Instagram.

Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß mit unserem abwechslungsreichen Programm!

Euer Hackesche Höfe Kino

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