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Die Sprache des Kinos

Ein kleiner Tip vorweg: Heute (Donnerstag) zeigt unser Schüler-Praktikant Kevin seinen Mitschüler*innen und Freund*innen den Film Mid90s. Anschließend gibt es ein Filmgespräch zum Thema Erwachsenwerden. Wer dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen. Der Film startet um 17:15 Uhr.

Gute Filme regen die Fantasie an, schaffen Distanz oder Nähe mit völlig anderen Mitteln, als zum Beispiel die Nachrichten in den Medien. Wie unterschiedlich die Erzählweisen sein können und sich dabei dennoch merkwürdig perfekt ergänzen, zeigen unsere beiden neuen Filme in dieser Woche. Niemand würde auf die Idee kommen, dass ein Film mit dem Titel DAS HAUS AM MEER eine sehr sehenswerte Ergänzung zu dem preisgekrönten Dokumentarfilm OF FATHERS AND SONS sein kann. In beiden Filmen geht es um Familie, um Eltern und Kinder. Beide Filme spielen in Ländern nicht weit voneinander entfernt, mit Zugang zum Mittelmeer und dennoch in völlig unterschiedlichen Welten. Und sie drehen sich um die gleichen zentralen Themen: Es geht nicht immer nur um uns selbst – und wie wollen wir eigentlich leben? 

Of Fathers and Sons

Der Filmemacher Talal Derki lebt in Berlin. Geboren in Damaskus, gewinnt er das Vertrauen einer islamistischen Familie in einem zerstörten Dorf in Nord-Syrien. Zwei Jahre lang begleitet er mit der Kamera die »Erziehung« der Kinder zu Soldaten des heiligen Krieges. Die Frauen der Familie sieht man kaum, es geht nur um das Verhältnis des Vaters zu den beiden Söhnen. Die Kinder bewundern den Vater, der als Minensucher auf Seiten der Al-Nusra Front für den Dschihad kämpft. Was es für Leben und Entwicklung von Kindern bedeutet, wenn es ausschließlich um Gott, Gewalt und Tod geht, kann man erahnen, wenn der kleine Osama stolz seinem Vater erzählt: »Ich habe dem Vogel den Kopf abgeschnitten, genau wie du es bei dem Mann gemacht hast…« Of Fathers and Sons kommentiert nichts. Er klagt auch nicht an. Das kann man durchaus als die besondere Qualität dieses Films begreifen.

Of Fathers and Sons (arabisch OmU)

Das Haus am Meer

Die meisten Filme von Robert Guédiguian sind in Südfrankreich angesiedelt. Sonne, Meer und maritime Landschaften bilden eine Bühne für kleine Geschichten, die sich aber nie einfach nur um sich selbst drehen. Guédiguian gelingt es immer wieder, persönliche oder private Hintergründe in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Im Haus am Meer treffen sich drei Geschwister im kleinen Restaurant ihres erkrankten Vaters, um zu entscheiden, wie es weitergehen soll. Bald drehen sich die Gespräche und kleinen Auseinandersetzungen nicht mehr allein um die nahe Zukunft der Familie. Es geht um Heimat und Generationenkonflikte, um Klassenunterschiede und Migration. Dabei hat man aber nie das Gefühl, dass die Familiengeschichte als Vehikel für irgendwelche Botschaften benutzt wird. Möglich wird das durch die Leichtigkeit der Darstellung, eine wichtige Rolle spielen natürlich auch die Sonne und das Meer.

Das Haus am Meer (französisch OmU)

Premiere und Filmgespräch Talking Money

Über das vertrauliche Gespräch mit dem Bankberater einen tiefen Einblick in unsere Gesellschaft zu bekommen, ist das Anliegen des Regisseurs Sebastian Winkels. Aus Anlass der Premiere seines Films Talking Money – Rendezvous bei der Bank erzählt er uns am Montag, den 25.3. um 19:30 Uhr persönlich, wie er darauf gekommen ist.

Talking Money – Premiere und Filmgespräch am Montag, 25.3. um 19:30

Übrigens:

Seit November 2018 bezahlen alle unter 25 Jahren bei uns grundsätzlich nur 5 €. Das U25 Ticket gibt es an allen Tagen und zu allen Vorstellungen. Vergesst nicht, euren Ausweis mitzubringen ...

Tagesaktuelle Informationen zu unserem Programm und allen Sonderveranstaltungen findet ihr auch unter www.hoefekino.de sowie auf unseren Kanälen bei Facebook und Instagram.

Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß mit unserem abwechslungsreichen Programm!

Euer Hackesche Höfe Kino

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