Ich bin meine eigene Frau
35mm-Kinospecial: Ein Abend für Rosa von Praunheim„Meiner Liebe und meiner Zärtlichkeit werden immer all jene teilhaftig werden, die sich zu wehren haben gegen eine feindliche Umwelt, die wie ich Außenseiter sind“, schreibt die queere Berliner Ikone Charlotte von Mahlsdorf in ihrer Autobiographie „Ich bin meine eigene Frau“. Im Nationalsozialismus aufgewachsen, erschlug sie ihren Nazivater mit einem Hammer, nachdem der sie mit seinem Dienstrevolver bedrohte, wurde erst in die Psychiatrie und dann ins Jugendgefängnis gesteckt – und lebte offen als trans Frau in der DDR, zu einer Zeit, als das Wort „transgender“ noch kaum jemandem ein Begriff war. Wir eröffnen unseren Abend im Gedenken an den im Dezember 2025 verstorbenen großen schwulen Filmemacher Rosa von Praunheim mit seinem berührenden Porträt eines warmherzigen, sanftmütigen Menschens, einer couragierten Außenseiterin, einer ewigen Kämpferin.
Regie: Rosa von Praunheim
Darsteller: Charlotte von Mahlsdorf
Deutschland 1992


